Was sind Podcasts und warum sind sie so beliebt?

 

„Zunächst einmal sind Podcasts Audio-Serien, welche in regelmäßigen zeitlichen Abständen erscheinen. In der Regel ist das Hören kostenfrei, also für jeden in einer entsprechenden App frei zugänglich, anhör- und abonnierbar. So kann eine breite Maße an Konsumenten erreicht werden.

 

Ein weiterer Grund, warum Podcasts so beliebt sind, ist die Tatsache, dass sie sich als akustischer und individuell abrufbarer Content perfekt in den Alltag integrieren lassen. Ob auf dem Weg zur Arbeit, Uni oder Schule, bei der Hausarbeit, beim Sport oder einfach beim Entspannen – Podcasts sind leicht „nebenbei“ zu konsumieren und zum Beispiel via Handy abspielbar.

 

Außerdem können die Hörer zwischendurch pausieren, weiter- und immer wieder anhören, wenn und wann immer sie möchten. Das ist ein großer Vorteil beispielsweise gegenüber Radio. Und dann ist da noch die Vielfalt an Themen, aus der Hörer wählen können: Neben Unterhaltung gibt es noch Wissenschaft, Weiterbildung, Politik sowie Wirtschaft. Egal wo das persönliche Interessensgebiet liegt, es gibt sicher einen Podcast – man muss nur seine Nische finden.

 

Ein Thema, das uns wohl alle beschäftigt und bewegt, ist die Gesundheit – und dass nicht erst seit der derzeit vorherrschenden Corona-Pandemie. Schon lange ist bekannt, dass sich viele Menschen zuallererst im Internet informieren, über Medizin, Pharmazie und Healthcare. Und auch Podcasts nehmen in diesem Bereich an Beliebtheit zu.“

Warum sind Podcasts auch für Unternehmen als Medium attraktiv?

„Ein Podcast ist als effektives Marketing-Instrument nutzbar. Unternehmen können auf diese Weise auch Menschen als Zielgruppe erfassen, die vor allem auditiv veranlagt sind beziehungsweise viel akustischen Content konsumieren. Dadurch erweitert sich der Kreis der Adressaten.

 

Die meisten Hörer nutzen eine App auf dem Handy, um einen Podcast abzuspielen. Und das Smartphone führt eigentlich mittlerweile jeder rund um die Uhr mit sich. Content, der vom Hörer individuell abrufbar ist, kann so auch viel leichter den Weg in den Alltag des Konsumentens finden. Podcast-Episoden „nebenher“ zu hören, trägt mitunter sogar dazu bei, dass der Inhalt – durch die Kombination aus auditivem und motorischem Lernen (zum Beispiel beim Joggen) – besser ins Unterbewusstsein gelangt und in Erinnerung bleibt.

 

Übrigens: Die Akzeptanz gegenüber Werbung ist in einem Podcast wesentlich höher als bei anderen Medien, wie Radio oder TV. Vor allem wenn sie vom Host („Gastgeber“/ Sprecher des Podcasts) selbst eingesprochen wird. 81,3 Prozent der Befragten der nextMedia.Hamburg-Studie geben an, dass sie diese Art der Werbung weniger bis gar nicht stört, bei vorproduzierten Audiospots sagen das nur noch 41,9 Prozent, wie T3n im Mai dieses Jahres bekannt gegeben hat.“

Was war der Antrieb, den kanyo®-Gesundheitspodcast ins Leben zu rufen?

„Wir haben den Podcast ins Leben gerufen, weil wir erkannt haben, wie wichtig es ist, die Menschen auch auditiv abzuholen. Wir möchten deren Bedürfnis und Interesse an akustischen Inhalten in Bezug auf gesundheitliche Themen entgegenkommen.

 

Die kanyo®-Redaktion zeichnet sich durch ihr Fachwissen sowie deren Recherche-Skills aus und bereitet medizinischen Content schon immer wissenschaftlich korrekt und gut verständlich auf. Die fachliche Kompetenz war damit also schon vorher gegeben. Nun wollten wir einen weiteren Schritt auf unsere Konsumenten zugehen.

 

Komplexe Themen können in einer Podcast-Folge ausgiebig beleuchtet und mit Experten besprochen werden. Und trotzdem erhält der Hörer kompakt zusammengefasstes Wissen.

Ein Podcast bietet neben dem aufklärerischen Mehrwert auch die Möglichkeit, die Hörer zu unterhalten. Dies gelingt vor allem durch spannende Interviewgäste. Wir wollten das direkte Gespräch mit fachkundigen Experten suchen, aber auch einmal Betroffene zu Wort kommen lassen. Es ist eine ausgewogene Mischung aus medizinischem Wissen und Kompetenz sowie persönlichen Schicksalen, mit denen der Hörer sich vielleicht auch menschlich identifizieren kann, entstanden.“

Welche Herausforderungen bringt der Aufbau eines eigenen Podcasts mit sich?

„Es gibt einiges zu beachten, um einen Podcast und seine einzelnen Folgen ansprechend sowie interessant zu gestalten. So muss beispielsweise bereits das Konzept des Podcasts gut durchdacht sein:

• Wen möchten wir ansprechen? (Welches Alter? Vorwiegend Männer oder Frauen?)

• Was für eine Art Content wollen wir vermitteln? (Aufklärung, Unterhaltung, Nachrichten, …)

• Wie ist die Gesprächskonstellation gedacht? (Dialog oder Monolog? Fester Gesprächspartner oder Gäste?)

• Wie lang planen wir unsere Folgen in etwa? (Kurz und knackig? Oder ausführlich?)

Zudem sollte der Content gut recherchiert sein, ein angenehmer und thematisch kompetenter Gesprächsgast muss gefunden sowie angefragt werden, während der Aufnahme ist auf eine gute Sound-Qualität zu achten – das sind alles Faktoren, die dazu beitragen, dass die letztendliche Episode gerne gehört wird.“

Das Team gefragt: Was fasziniert dich persönlich an der Produktion des Podcasts?

„Besonders toll am kanyo®-Gesundheitspodcast finde ich, dass es uns gelingt, relevante Gesundheitsthemen auf unterhaltsame und leichtverständliche Art dem Hörer zu vermitteln.“ – Pauline Zäh, Redakteurin & technische Umsetzung

 

„Wir sind ein sehr motiviertes Team mit viel Podcast-Erfahrung. Aus dem Grund wissen wir: Die Tonqualität ist genauso wichtig wie das Interview selbst.“ – Monika Hortig, Redakteurin & technische Umsetzung

 

„Was ich ganz wichtig finde: Hinter Krankheiten stecken immer persönliche Geschichten. Egal ob Experten oder Betroffene: In unserem Podcast kommen Menschen zu Wort, die lebensnah, authentisch und ohne Tabus von ihren Erfahrungen mit bestimmten Erkrankungen reden.“ – Miriam Müller, Redakteurin & technische Umsetzung

 

„Für mich ist es eine unglaublich wertvolle und inspirierende Erfahrung, auf immer wieder neue Gesprächspartner zu treffen. Mal sind es Ärzte, Therapeuten oder Fachleute aus den Bereichen Medizin, Pharmazie und Gesundheit, dann wieder Betroffene, die von Ihren persönlichen Schicksälen berichten. Es erfordert Fingerspitzengefühl, denn jeder Interviewgast ist anders und das finde ich sehr spannend an meiner Tätigkeit.“ – Carolin Stollberg, Redakteurin & Podcast-Sprecherin

Wo seht ihr den Podcast in der Zukunft und was habt ihr noch vor?

„Wir denken, dass unser Podcast ein sehr hochwertiges Produkt geworden ist. Weiterhin soll unser Content dem Hörer aufklärerischen Mehrwert liefern, ihn mit spannenden Themen unterhalten und ihn genau dort abholen, wo er mit seinen Interessen steht. Was sind gerade Trends? Worüber wird gerade diskutiert? Das sind wichtige Fragen, die die Inhalte unseres Podcasts auch in Zukunft beeinflussen sollen.

 

Zudem sind wir offen, neue Konzepte zu testen. Die Idee, kleiner Themen-Podcast-Serien im Rahmen des kanyo®-Gesundheitspodcasts zu produzieren, begeistert uns schon etwas länger und wir möchten diese zukünftig angehen. Sehr gerne auch mit Partnern zusammen.

 

Vor allem in Zeiten von Corona-Lockdowns und zunehmenden Rückzug ins Privat-Häusliche mit weniger Kontakten steigt die Nutzung von Audio-Formaten, wie im Zuge einer ARD/ZDF-Onlinestudie ermittelt wurde. Der Mensch sehnt sich nach Kommunikation. Das in der Studie genannte „Wortangebot“ Podcast kann Menschen durch solche Zeiten hindurch unterhalten, informieren und weiterhin Kommunikation erfahren lassen.“

Autor


Carolin Stollberg

Medizinredakteurin